Programmübersicht (Stand: 13.01.2023)

Mittwoch, 22.03.2023

Pre-conference Workshops

  • 9:00 - 10:30 Special Interest Group PKV-Daten

    Leitung: Holger Gothe, Christian Jacke, Christoph Stallmann

    Die Abrechnungsdaten privater Krankenversicherungen (PKV-Daten) geraten zunehmend in den Fokus der öffentlichen Versorgungsforschung. Die PKV-Sekundärdaten unterscheiden sich jedoch erheblich von den Daten der gesetzlichen Krankenkassen. Methodisch müssen diese daher anders gesammelt, aufbereitet, analysiert und interpretiert werden. Das methodische Erfahrungswissen, auf das Forscher:innen zurückgreifen könnten, ist jedoch selten öffentlich dokumentiert. Um das bisher vorhandene Wissen über PKV-Daten zu bündeln und in geeigneter Form zur Verfügung zu stellen, hat sich im Anschluss an den AGENS-MethodenWorkshop 2022 die Special Interest Group (SIG) „PKV-Daten“ gegründet. Die SIG möchte Handlungsempfehlungen entwickeln, die sich insbesondere auf den Prozess der Datenentstehung konzentrieren. Die SIG möchte Forscher:innen für Chancen und Risiken der Abrechnungsdaten sensibilisieren, um angemessene methodische Lösungen zu entwickeln und korrekte Interpretationen und Schlussfolgerungen zu ermöglichen. Bis zum aktuellen MethodenWorkshop hat sich die SIG fünfmal getroffen und Informationen für den ambulanten und den Arzneimittelsektor zusammengetragen. Zudem wurde die Aktivität der SIG im aktuellen AGENS-Supplement bekanntgegeben. Der Workshop verfolgt das Ziel, die bisherigen Ergebnisse zu präsentieren und mit den Workshopteilnehmer:innen zu diskutieren. Weitere Arbeitsschritte sollen abgeleitet werden. Der Workshop richtet sich an alle Teilnehmer:innen des AGENS-MethodenWorkshops 2023, die bereits PKV-Daten für Analysen genutzt haben oder zukünftig nutzen möchten.

    Ablauf:

    • Vorstellung der SIG und bisherige Ergebnisse
    • Diskussion und Ableitung von weiteren Arbeitsschritten
    • Ausblick auf die nächsten Sitzungen der SIG
  • 9:00 - 10:30 Special Interest Group Nachwuchs

    Leitung: Kateryna Karimova und Dorothea Lemke

    Der Workshop der AGENS Nachwuchsgruppe wird schon seit dem letzten Jahr aktiv beim AGENS-Methodenworkshop angeboten.

    Ziel dieses Workshops ist mit Nachwuchswissenschaftler/Innen offen über Möglichkeiten und Motivationen, Hürden und Problematik im Bereich Sekundärdatenanalysen zu diskutieren. Angestrebt wird die Bildung eines bundesweiten Netzwerks von AGENS-Nachwuchswissenschaftler/Innen sowie an Sekundärdatenanalysen interessierten Studierenden. Das Netzwerk soll Unterstützung bieten bei den Themen: gemeinsame Antragsstellung oder Beratung, welche zukünftige Kooperationspartner/Innen für Ihren Projekt am besten passen, oder Sie selbst sich als potentielle Kooperationspartner/Innen präsentieren wollen. Auch nach der Promotion ist oft nicht klar was man später am besten beruflich macht, welche Institutionen geeignet sind. Alle diese Fragen sollen idealerweise in unserem zukünftigen Netzwerk gestellt und diskutiert werden. Als Basis für das Netzwerk kann das AGENS-Forum dienen und zukünftig noch aktiver genutzt werden.

    Bei Fragen und Interessen gerne Kateryna Karimova (Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!) anschreiben.

  • 10:30 - 10:45 Kaffeepause
  • 10:45 - 12:15 Neue Special Interest Group Datenarchivierung

    Leitung: Peter Ihle

    In Leitlinien (Gute Praxis Sekundärdatenanalyse der AGENS, Leitlinien zum Umgang mit Forschungsdaten der DFG) wird die langfristige Speicherung (in der Regel 10 Jahre) von Projektdaten gefordert. Nach aktueller Kenntnis existieren für die Umsetzung dieser Forderung keine Handlungsempfehlungen oder Standardverfahren, beispielsweise zum Art und Umfang der zu archivierenden Daten. Ebenfalls unklar bleibt auch Umfang der Archivierung: Rohdaten, Zwischentabellen, Ergebnistabellen, Import-/Exportmodule, Analyseskripte, bis hin zur Auswertungsumgebung (Analysesoftware, Betriebssysteme). Der Umfang ist einerseits abhängig von dem Ziel einer Archivierung und andererseits von der der Frage des für die Wiederherstellung benötigten logistischen, zeitlichen und administrativen Aufwands. Die Gruppe Datenarchivierung will sich diesem Thema widmen und mittelfristig auf Basis von bereits existierenden Projektlösungen Standardempfehlungen erarbeiten und veröffentlichen.

  • 10:45 - 12:15 Neue Special Interest Group Morbiditätsindizes

    Leitung: Ingo Meyer, Kateryna Karimova

    Die Frage, wie krank Versicherte in einer Studienpopulation sind, spielt in vielen Forschungsvorhaben, in der Evaluation von Interventionen und auch der Versorgungsplanung eine Rolle. Morbidität oder Ko-Morbidität sind dabei entweder selbst Forschungsgegenstand oder finden als Confounder Verwendung. Eine Möglichkeit, Morbidität zu berücksichtigen ist über Indices wie den Charlson Comorbidity Index (CCI) oder die Elixhauser comorbidity measure. Diese werden in der Sekundärdatenanalyse häufig genutzt, haben aber auch konzeptionelle Einschränkungen, wie einen Fokus auf die Mortalitätsprognose oder eine Herkunft ausschließlich im stationären Sektor.

    Die SIG möchte sich mit diesen Indices beschäftigen. Dabei soll es zunächst um eine Bestandsaufnahmen und Stärken-Schwächen-Analyse gehen und dann um die Frage, wie bessere Indices beschaffen sein müssten. Die genauen Inhalte und die Vorgehensweise der Gruppe sollen in dieser ersten Sitzung besprochen werden.

Methodenworkshop

Donnerstag, 23.03.2023

Methodenworkshop und Career Day